Möbelprojekt - Die Kunst der Integration

Es klingt wie ein vielstimmiges Orchester, wenn die jugendlichen Flüchtlinge mit ihren Hämmern bei der low-tec unablässig und mit unermüdlichem Schwung Nägel in die Paletten treiben. Unter Anleitung eines Handwerkers entstehen nach den Plänen einer Designerin neue Möbel und Kunstobjekte aus altem Holz. "Hier sieht man direkt, was die Jungs alles auf der 'Palette' haben.", so ihr Anleiter Frank Wiedemann mit einem Lächeln. Der sogleich zwei der Jugendlichen ihr Projekt vorstellen lässt, eine einladende Sitzbank, die mit ihren Gebrauchsspuren im Holz, von Jahren des Gebrauchs, voll im Trend liegen. So versichert mir Herr Wiedemann.


Die, die da so fleißig hämmern, messen, sägen und sich in die bebilderten Anleitungen vertiefen, sind gut ein halbes Dutzend junge Flüchtlinge. Unter anderem aus dem Krisengebiet Syrien. Unglaublich mit welchem Elan die Jugendlichen an die Arbeit gehen, wie hilfsbereit und verständnisvoll miteinander umgegangen wird. Die Jugendlichen selbst können sich untereinander gut und lebhaft miteinander verständigen. Mir fällt es umso schwerer, etwas von ihnen und über ihr Schicksal zu erfahren. Ein paar der Jugendlichen versuchen es mit ein paar Brocken Englisch und mit vielen und vielsagenden Gesten, die etwas davon erahnen lassen, dass sie einiges erlebt haben.

Von den Betreuern erfahre ich, dass die Jugendlichen zum größten Teil erst seit wenigen Wochen in Deutschland sind, das sie in der Hauptsache dazu verurteilt sind die Zeit totzuschlagen, auch wenn sie am liebsten direkt beginnen würden zu arbeiten. Aber es gibt so viele Hürden, bevor man als Flüchtling beginnen darf, sich seine Brötchen selbst zu verdienen. Und das kann dauern. Auch deshalb sind die Jugendlichen froh, hier bei der low-tec bereits heute etwas bewegen und erschaffen zu können. Hier zeigt sich die Willkommenskultur der Menschen, Vereine und Institutionen im Stadtgebiet Aachen-Nord, die den ankommenden Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf bieten wollen, sondern sich um sie kümmern wollen, bis diese hier ein neues Leben starten dürfen, ohne Angst um ihr Überleben.
Und auch die Gemeinschaft in Aachen erhält etwas zurück von den Flüchtlingen, nämlich die fertig gestellten Objekte, die einen Platz finden werden im alten Straßenbahndepot an der Talstraße und im vorgelagerten Gebäude aus Recycling-Materialien, das derzeit entsteht.

 

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Arbeit vor Ort

Überschrift Arbeit vor Ort

In den Stadtteilen Düren-Ost, Düren-Nord und Eschweiler-Ost leben viele Menschen, die nach Deutschland zugewandert sind. Viele haben Probleme, sich in der fremden deutschen Gesellschaft und Kultur zu orientieren. Oft fehlen deutsche Sprachkenntnisse. Das verstärkt das Gefühl, heimatlos zu sein: Nicht mehr in der Heimat, aber in Deutschland auch (noch) nicht zu Hause, selbst wenn man schon länger in Deutschland lebt. Integration bleibt so ein Wort ohne Wirklichkeit. Ähnliche Problemlagen in allen drei Stadtteilen sind Ausgangspunkt für die Entwicklung unseres gebiets- und generationenübergreifenden Konzepts zur Verbesserung der Erwerbschancen von Zuwanderern auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Logo Xenos - Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort - Leben und Arbeiten in Vielfalt

 

Notwendig ist daher die Schaffung von Hilfen zur Integration, die die lebensweltlichen Bezüge der Zuwanderer aufgreifen und den Familien neue Perspektiven für Leben und Arbeiten in Deutschland schaffen.

Aufbauend auf der Einbindung der low-tec in vielfältige Netzwerkstrukturen in den Projektgebieten werden die vorhandenen Potenziale aktiviert und für die Ziele des Projekts genutzt.

Mit diesem Projekt bietet die low-tec Beratung, Unterstützung und Qualifizierung für Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu wird gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern vor Ort eine Verbesserung der Erwerbssituation geschaffen, die zusätzlich zu den Familien auch den Vierteln und ihren Bewohnern und Bewohnerinnen zugute kommt. Neun Projektbereiche werden in den Projektgebieten Düren-Nord, Düren-Ost und Eschweiler-Ost organisiert. Diese Projektbereiche wurden in einem Ideenworkshop mit Akteuren der Sozialen Stadt in Düren und Eschweiler entwickelt und vor Ort abgestimmt, um den unterschiedlichen Bedarfen verschiedener Bevölkerungsgruppen und Generationen gerecht zu werden.

ARBEIT VOR ORT wird in Kooperation mit dem Projekt Soziale Stadt durchgeführt in Düren-Ost, Düren-Nord und Eschweiler-Ost.

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Schüler STÄRKEN

Plakat Projekt Schüler STÄRKEN - Netzwerk Schulverweigerung

In Eschweiler soll das Netzwerk "Schulverweigerer" aufgebaut werden.
Ziel ist es, Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene zu entwickeln und diese in die Praxis umzusetzen, die ihnen einen persönlichen Weg zur Wiedereingliederung in das Regelschulsystem, zur Berufsorientierung, bzw. Berufsausbildung aufzeigen.
Zusätzlich soll es in akuten Krisensituationen eine Soforthilfe geben und es soll eine Anlaufstelle geschaffen werden für Jugendliche, Eltern, Lehrer, städtische Institutionen und diejenigen, die zusammen mit den Jugendlichen an ihren Berufsperspektiven arbeiten.

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Starke Bewerbung

Im Rahmen des Programms "Stärken vor Ort" findet das Training "Starke Bewerbung" statt.

In der Spiel- und Lernstube gibt es ab jetzt jeden Montag von 18 bis 19 Uhr fachliche Beratung zum Thema Bewerbung und ein Bewerbungstraining als Vorbereitung auf eine "echte" Bewerbung bei einer Firma aus Eschweiler.

Bild einer Gruppe Lernender mit Trainerin

(Download: Flyer Starke Bewerbung)

Zum Thema Bewerbung gibt es unzählige Fragen:

  • Wie stelle ich eine Bewerbungsmappe zusammen - was gehört rein und was nicht?
  • Wie sollte ich mich zu einem Vorstellungstermin kleiden - was ist angemessen und worauf sollte ich verzichten ?
  • Soll ich mich „klassisch“ oder lieber Online bewerben - und wie macht man das?
  • Wie spreche ich mit meinem zukünftigen Chef - und was ill er von mir erfahren.

Diese und viele weitere Fragen, werden im Bewerbungstraining besprochen. Es wird versucht Antworten zu finden und alles, was zu einer perfekten Bewerbung gehört, kann erlernt werden.

Ziel:
Ziel ist es, sich "Fit für den öffentlichen Auftritt" zu machen.

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STARKE Frauen - Rund ums Auto

Plakat STARKE Frauen - Rund ums Auto

Plakat STARKE Frauen - Rund ums Auto

 

Das Projekt "STARKE Frauen - Rund ums Auto" richtet sich an alle Frauen ab 17 Jahren, die etwas über ihren PKW lernen und sicherer mit dem Auto umgehen möchten.
Einmal in der Woche werden eine Vielzahl von Handgriffen, technische Tricks und wertvolle Informationen vermittelt und diese können auch am eigenen PKW erprobt werden, so dass dieser kennengelernt werden kann.

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